Finanzmarkt+ Vertreter+Verkäufer+Berater+Honorarberatergesetz Wer fragt den Kunden?

Immer wieder gehts um Geld! Was macht ein Versicherungsvertreter, Was tut ein Vermögensberater, was erwartet mich beim Bankmitarbeiter, was bringt mir ein Honorarberater? Was tun die vor allem für mich? Ich hab da mal drüber nachgedacht.

Inzwischen tritt per 01.08.2014 wieder ein Gesetz in Kraft-Honoraranlageberatungsgesetz . Wir sehen auch das erneut als Fehlgeburt an.

Das Gesetz ist nicht nur eine Flickschusterei sondern komplett im Ansatz des Gesetzgebungsverfahrens falsch.
Warum? Die Wurzel liegt doch in Begrifflichkeiten. In jedem Großkonzern und selbst bei Mittelständlern gibt es eine Abteilung Einkauf und eine Abteilung Verkauf. Die Finanzbranche und der Gesetzgeber haben aus meiner Sicht diesen Sachverhalt noch nie betrachtet, oder nicht begriffen- dazu will ich mich zur Einschätzung nicht hinreißen lassen.
Grundsatz ist doch.
Unabhängig um welches Produkt es geht, es muss verkauft werden. Genau dies macht ein Verkäufer und das ist ein ehrbarer Beruf. Leider haben einige in der Finanzdienstleistungsbranche tätigen, selbst damit ein Problem. Deshalb nennen Sie sich inzwischen Vertreter, oder sogar Verkaufsberater. Aber das gibts inzwischen auch im Autobereich. Schaut Euch mal die Visitenkarte der Autoverkäufer, Küchenverkäufer etc. an- da steht heute releativ oft- Verkaufsberater. Die Begrifflichkeit des Beraters ist hier vollkommen kontraproduktiv. Wer wird denn hier beraten? Niemand. Als Verkäufer will ich das Produkt zum höchstmöglichen Preis, bzw. im Auftrag meines Produzenten, mit der höchsten Gewinnmarge verkaufen. Nur dann bekomme ich als Verkäufer die höchste Vergütung und das ist legitim. Beraten wird doch hier maximal zur Funktionsweise des Produkts.
Zusätzlich zum Verkauf, muss ein Unternehmer aber auch Produkte einkaufen. Das Übernimmt der Einkäufer und zeigt seinem Chef jetzt auf, wo dieser die Produkte am günstigsten, nicht am billigsten, einkaufen kann. Der Einkäufer berät praktisch seinen Chef beim Einkauf. Dafür wird er vom Chef bezahlt und ist somit sein Honorarberater. Beim Thema Geld und Finanzen im privaten Bereich ist jeder sein eigener Chef und sollte das gut beachten.
Es ist also schon ein bedenklicher Ansatz, wenn der Gesetzgeber jetzt zwei vollkommen unterschiedliche berufliche Aufgabenstellungen in ein Gesetz packen will, bzw. bereits gepackt hat.
Ich will jedoch auch noch die grundlegende Ursache aus meiner Sicht ansprechen und Ihr könnt ja darüber mal in Ruhe nachdenken. Im sog. Finanzdienstleistungsbereich liegt es doch schon daran, dass dort im Zusammenhang mit Geld überhaupt von Produkten gesprochen wird. Geld ist das Blut des Wirtschaftskreislaufes. Praktisch sind Finanzdienstleister also klassische Blutspendestationen, die das Blut einsammeln, um es im Kreislauf der Wirtschaft an den Brennpunkten zur Verfügung zu stellen. Wie sind Blutspendestationen reguliert? Gibts dort auch Blutspendeverkäufer oder Blutspendeberater? In dem Sinne bleibt schön locker und denkt mal nach.

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